Pressemitteilung
Der Weg zur werterhaltenden Nachfolge: Expertenwissen für den Mittelstand
Zentrum für Unternehmens- und Vermögensnachfolge e.V. (ZUV) vereint Fachleute unterschiedlicher Disziplinen
KÖLN. Die Nachfolgeproblematik ist eines der schwierigsten Probleme in der mittelständischen Wirtschaft – denn durch falsche Gestaltungen können über Jahrzehnte aufgebaute Werte vernichtet, Unternehmen existenziell bedroht oder Familien in schwere Konflikte gebracht werden. Um den Kenntnisstand der Öffentlichkeit zu fördern, haben sich renommierte Beratungsunternehmen und wissenschaftliche Einrichtungen aus ganz Deutschland jetzt im „Zentrum für Unternehmens- und Vermögensnachfolge e.V. (ZUV)“ zusammengeschlossen. Der Verein macht das Fachwissen von Experten über ein neues Online-Portal kostenlos nutzbar und richtet sich mit Seminaren an die Öffentlichkeit. Auftakt der Aktivitäten ist das ZUV-Eröffnungsforum am 24. März 2009 im Maritim Hotel Köln.
Gegründet wurde das ZUV von mehr als einem Dutzend Fördermitgliedern, die unterschiedlichste Kompetenzen einbringen: Rechtanwaltskanzleien, Steuerberatungs- und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften genauso wie Banken, Unternehmensberater, Vermögensverwalter oder Finanzdienstleister. „Wir haben uns zum Ziel gesetzt, die Wissenschaft, Forschung und Bildung auf dem Gebiet der Unternehmens- und Vermögensnachfolge nachhaltig zu fördern“, erklärte Rudolf-Matthias Hübner, Vorsitzender des ZUV-Vorstandes. Dabei richtet sich das ZUV in erster Linie an die mittelständische Wirtschaft und an Privatpersonen, die selbst von der Nachfolgeproblematik betroffen sind: „Wir wollen das im ZUV repräsentierte Expertenwissen auf eine auch für Laien verständliche Art zugänglich machen – ohne Fachchinesisch, aber dennoch in einer fachlich fundierten Tiefe, die der Komplexität des Themas gerecht wird“, so Hübner, der einer der führenden Erbrechtsexperten in Deutschland und Partner der Kanzlei Osborne Clarke ist.
Individuelle Lebensituation und Bedürfnisse im Blick
Der neue Ansatz des ZUV: Statt sich auf rechtliche oder steuerliche Details zu beschränken, lenkt das ZUV den Blick auf die konkrete Lebenssituation derjenigen Personen, die vor einem Unternehmens- oder Vermögensübergang stehen. „Aus langjähriger Erfahrung wissen wir, dass in einer solchen Situation sehr unterschiedliche und zum Teil widersprüchliche Bedürfnisse zu berücksichtigen sind“, erklärt Hübner. Der Wunsch, das Lebenswerk zu erhalten und für die nachfolgenden Generationen zu sichern steht dabei neben der Notwendigkeit, einen Ausgleich unter Erben herbeizuführen, Konflikte in der Familie zu vermeiden und Gerechtigkeit zu schaffen. Zugleich kann der Übergang von Unternehmen und Vermögenswerten erhebliche Risiken bergen, die durch vorausschauende Gestaltungen ausgeschlossen werden müssen.
Neue Aktualität durch Erbschaftsteuerreform
Der Aspekt der Vorsorge für die eigene Familie und die Nachfolgegeneration spielt daher für viele mittelständische Unternehmer eine ebenso große Rolle wie der Wunsch, den Übergang aus steuerlicher Sicht zu optimieren. „Durch die langerwartete und im Herbst 2008 verabschiedete Erbschaftsteuerreform hat die Nachfolgeproblematik jetzt zusätzliche Aktualität erhalten, da das Gesetzeswerk zahlreiche neue Gestaltungsmöglichkeiten eröffnet, die bislang nur wenig bekannt sind“, erklärt Vorstandsmitglied Wolfgang van Kerkom, Steuerberater, Wirtschaftsprüfer und Gesellschafter der PKF Herfort van Kerkom Streit OHG. Weitere Vorstandsmitglieder sind Andreas Bürse-Hanning, Vorstandsvorsitzender der Aures Finanz AG & Cie. KG, Matthias Wesseling, Niederlassungsleiter der Privatbank Delbrück Bethmann Maffei AG in Köln, sowie Rainer Steinhaus, Gründer und Vorstandssprecher der GIA Industrieberatung AG.
Online-Portal zur Unternehmens- und Vermögensnachfolge
Kern der Aktivitäten ist das Online-Portal www.zentrum-nachfolge.de, das bereits zum Start mehr als 60 Beiträge von ZUV-Mitgliedern zum kostenlosen Download anbietet. Auch Laien werden über einen umfassenden Fragenkatalog, der die persönliche Situation eingrenzt, Klick für Klick zum entsprechenden Dokument geführt. Darüber hinaus veranstaltet das ZUV Seminare und wird den Wissensaustausch mit Hochschulen und Forschungseinrichtungen fördern.
ZUV-Eröffnungsforum am 24. März 2009 im Maritim Hotel Köln
Auftakt der Veranstaltungsaktivitäten wird das Eröffnungsforum am Dienstag, 24. März 2009, ab 18.00 Uhr im Maritim Hotel Köln sein. Als Festredner spricht Dr. Patrick Adenauer, Präsident des Verbandes "Die Familienunternehmer - ASU". Neben einer Darstellung des ZUV und seiner Aktivitäten wird die Veranstaltung außerdem in einer Podiumsdiskussion mit 5 Experten aktuelle Gestaltungsmöglichkeiten der Erbschaftsteuereform aufbereiten. Moderator der Runde ist der WDR-Wirtschaftsjournalist Kay Bandermann.
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Stefan Prott
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